In vielen Küchen stapeln sich Einwegprodukte, von Folien und Sackerln bis zu Servietten, die nur ein einziges Mal verwendet und danach weggeworfen werden. Dabei gibt es für fast jede dieser Aufgaben eine Mehrweg-Alternative, die genauso praktisch ist und über Jahre hinweg genutzt werden kann.
Kleine Umstellungen mit großer Wirkung
Anstelle von Frischhaltefolie lassen sich Speisen in wiederverwendbaren Boxen oder mit Bienenwachstüchern abdecken, die sich einfach abwaschen und wieder benutzen lassen. Der Umstieg fällt leicht, sobald ein paar dieser Boxen griffbereit im Schrank liegen und zur Gewohnheit werden.
Stoffservietten ersetzen Papierservietten bei fast jeder Mahlzeit und lassen sich einfach mit der übrigen Wäsche waschen, statt nach einer einzigen Verwendung im Müll zu landen. Für den Alltag reichen ein paar einfache Servietten aus Baumwolle völlig aus, ohne dass etwas Besonderes angeschafft werden müsste.
Beim Einkauf lassen sich Sackerl aus Stoff oder feste Mehrwegtaschen anstelle von dünnen Einwegsackerln verwenden, sowohl für den ganzen Einkauf als auch für einzelnes Obst und Gemüse. Ein paar davon griffbereit bei der Tür oder im Auto machen den Umstieg fast automatisch.
Auch bei Geschirr und Besteck für unterwegs, etwa zur Arbeit oder für ein Picknick, lohnt sich eine Mehrweg-Variante aus Metall oder stabilem Kunststoff, die sich einfach abspülen und wiederverwenden lässt, statt jedes Mal etwas Neues zu kaufen und wegzuwerfen.
Mit der Zeit wird die Mehrweg-Lösung zur selbstverständlichen ersten Wahl, während Einwegprodukte nur noch selten überhaupt gebraucht werden. Der Umstieg lohnt sich besonders dort, wo dieselbe Aufgabe ohnehin immer wieder anfällt, wie beim täglichen Einkauf oder beim Verpacken von Speisen.
Auch wenn ein Mehrweg-Produkt in der Anschaffung oft etwas mehr kostet als die Einweg-Variante, gleicht sich dieser Unterschied durch die vielen Male, die es wiederverwendet werden kann, rasch wieder aus. Auf Dauer sammelt sich außerdem deutlich weniger Verpackungsmüll in der Küche und im Mistkübel an.
Wer unsicher ist, wo im Haushalt sich Einwegprodukte am schnellsten ersetzen lassen, beginnt am besten dort, wo ohnehin regelmäßig etwas nachgekauft werden muss. Genau an diesen Stellen zahlt sich die Umstellung auf eine Mehrweg-Lösung am schnellsten aus, weil der Unterschied schon nach wenigen Wochen im Haushalt spürbar wird.