Mit Deckel am Topf kochen und nach dem Aufkochen zurückschalten

Landschaftsillustration

Ein Topf ohne Deckel verliert ständig Wärme an die Umgebungsluft, wodurch das Wasser deutlich länger braucht, um überhaupt zu kochen. Mit geschlossenem Deckel bleibt die Wärme im Topf, das Wasser kommt schneller zum Kochen, und der Herd kann früher auf eine niedrigere Stufe zurückgeschaltet werden.

Nach dem Aufkochen zurückschalten

Sobald Erdäpfel, Nudeln oder Gemüse einmal kräftig aufgekocht haben, reicht meist eine deutlich niedrigere Stufe, um das Kochen mit geschlossenem Deckel weiterzuführen. Die gespeicherte Wärme im Topf hält die Temperatur, und ein ständiges, starkes Sprudeln ist für das Garen der meisten Speisen gar nicht notwendig.

Wird der Deckel während des Kochens weggelassen, entweicht zusätzlich viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf, was in der Küche zu beschlagenen Fenstern und höherer Luftfeuchtigkeit führen kann. Mit Deckel bleibt diese Feuchtigkeit weitgehend im Topf, was auch dem Essen selbst oft zugutekommt.

Die Topfgröße sollte außerdem zur Herdplatte passen, denn ein kleiner Topf auf einer großen Platte verliert viel Wärme ungenutzt an die Seiten. Ein passender Topf mit Deckel nutzt die Wärme der Platte fast vollständig für den Kochvorgang selbst, ohne dass etwas ungenutzt verpufft.

Bei längeren Garzeiten, etwa für Eintöpfe oder Suppen, macht sich der Deckel besonders bemerkbar, da über eine Stunde gerechnet ein erheblicher Unterschied entsteht, ob ständig Wärme entweichen kann oder nicht. Ein einfacher Blick unter den Deckel reicht meist aus, um den Garfortschritt zu prüfen.

Diese kleine Gewohnheit, immer mit Deckel zu kochen und rechtzeitig zurückzuschalten, lässt sich in praktisch jedem Rezept anwenden, ohne dass sich am Geschmack oder Ergebnis etwas ändert. Es braucht nur die Bereitschaft, den Deckel nicht aus Gewohnheit wegzulassen.

Das Kochwasser von Erdäpfeln oder Gemüse lässt sich nach dem Abgießen oft noch für eine Suppe oder eine Sauce weiterverwenden, anstatt es einfach wegzuschütten. So wird nicht nur die Wärme, sondern auch ein Teil der Nährstoffe im Wasser sinnvoll genutzt, bevor der Topf überhaupt gereinigt wird.